Cookie-EinstellungenNotwendige Cookies helfen dabei eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen, wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Welpenratgeber I Vom heissen Acker

Zeitbedarf und finanzieller Aufwand

Hunde und so auch der Deutsch Langhaar Jagdhund kosten Zeit und Geld. Und doch wollen viele Menschen nicht auf sie verzichten. Die Jäger entscheiden sich ganz bewußt für ein Leben mit Hund.

Zeitbedarf

Die Entscheidung ist gefallen. Zukünftig soll ein Deutsch Langhaar Jagdhund das Familienleben bereichern. Und das wird er. Allerdings stellt der Deutsch Langhaar Jagdhund das Leben in der Familie vielleicht auch ganz schön auf den Kopf. Denn Hunde überhaupt und so auch die Deutsch Langhaar Jagdhunde haben Ansprüche und ein harmonisches Miteinander ist nur dann möglich, wenn sich alle auf das neue Familienmitglied einstellen. Zeitmanagement ist hierbei der erste wichtige Punkt. Hunde passen sich dem Lebensrythmus ihrer Familie zwar weitgehend an, aber dennoch kosten sie Extrazeit. Wie hoch der Aufwand ist, hängt von vielen Faktoren ab. Ein kleiner Gesellschaftshund, der mit zwei Spaziergängen täglich auskommt, kostet weniger Zeit als ein hoch ausgebildeter Deutschlanghaar Jagdhund, der erst nach einem dreistündigen Einsatz im Revier oder einer Trainingseinheit zufrieden ist. Der langhaarige Deutsch Langhaar Jagdhund mit seinem dichten Haarkleid, bedarf intensiverer Pflege als ein kurzhaariger Magyar Vizsla, der sich nach einem Schlammbad schüttelt und dann wieder hausfähig ist. Deutsch Langhaar Jagdhunde müssen die Möglichkeit haben, ihre speziellen Anlagen auszuleben, entweder bei der Jagd oder bei einer alternativen Beschäftigung wie Dummy-, Fährten- oder Wasserarbeit. Das ist sehr zeitaufwendig, insbesondere während der mindestens zweijährigen Ausbildung. Welpen und Junghunde beanspruchen mehr Zeit als ein Hundesenior, weil sie voller verrückter Ideen stecken, alles ausprobieren wollen und im ersten Lebensjahr ganz viel lernen müssen. Welpenspielstunden, Hundeschulen-Besuche und das Basistraining für den Alltag schlagen im Zeitplan zu Buche.

Nicht gerne allein

Was völlig unabhängig von Rasse, Alter, Veranlagung und Trainingszustand den Zeitplan bestimmt, sind: die Fütterung, das tägliche Miteinander, Tierarztbesuche und die Wartung des Equipements. Insbesondere junge Hunde brauchen die Nähe des Menschen und kein Hund sollte länger als fünf Stunden täglich alleine bleiben. Wobei auch das schon ein Limit ist, das eine schrittweise Gewöhnung erfordert. Wer berufstätig ist, sollte sich vor der Anschaffung des Hundes nach einer Hundetagesstätte oder einem zuverlässigen Dogsitter umsehen. Vielleicht ist dann auch ein älterer, ausgebildeter Jagdhund eine Alternative zum betreuungsintensiven Deutschlanghaar Junghund. Bei einer unerwarteten Veränderung der Lebenssituation, ist mitunter schnelles Umdenken erforderlich. Dennoch sollte man sich gerade dann ausreichend Zeit nehmen, um für den Hund eine dauerhafte Lösung zu finden. Halbherzige Kompromisse, die womöglich zu einem unguten Gefühl und einem unzufriedenen Deutsch Langhaar Jagdhund führen, sind hier keine gute Lösung. 

Kosten für einen Hund 

Außer Zeit kostet ein Hund und somit auch ein Jagdhund Geld. Und das nicht knapp. Das beginnt mit dem Kauf des Welpen und der dazugehörigen Grundausstattung. Darauf folgend Futtermittel, Impfungen, Entwurmungen und Röntgenuntersuchungen beim Tierarzt -eventuell auch Behandlungskosten für Verletzungen, Krankheiten oder Altersbeschwerden, die im Laufe eines Hundelebens auftreten können. Futter- und Wassernäpfe, Hundedecken, Halsbänder und Leinen, eine Haftpflichtversicherung, Schutzgitter oder Sicherheitsgurte fürs Auto, Pflegemittel, Beleuchtung für den Spaziergang in der Dämmerung, Nachsuche Geschirre, Feldleinen, Führerleinen, Moxonleinen, GPS-Systeme, Signalhalsungen und nicht zuletzt Kotbeutel runden die Minimalanforderungen an den Geldbeutel ab. Darüber hinaus locken viele weitere Versuchungen. In der Tabelle haben wir für Dich die durchschnittlichen Kosten eines Hundes zusammengestellt. Wie stark der Geldbeutel belastet wird, liegt auch in den Händen des Hundehalters.

Gut investiert

Wer sich für seinen Welpen Zeit nimmt und ihn mit dem Regeln des Alltags und der Jagd vertraut macht, spart sich später viel Ärger und Mühe. Denn schlechtes Benehmen beim erwachsenen Hund lässt sich nur noch mit sehr hohem Zeitaufwand in gute Manieren umwandeln.

Was kostet ein Hund?

Kaufpreis Welpe: 900,00 bis 1.200,00 Euro
Futter pro Monat: 25 bis 50 Euro
Zwei Näpfe: 15,00 bis 60,00 Euro
Hundedecke: 20,00 bis 40,00 Euro
Hundebett: 30,00 bis 90,00 Euro
Leine und Halsband: 30,00 bis 80,00 Euro
Entwurmungen pro Jahr: 25,00 bis 50,00 Euro
Impfungen: pro Jahr inklusive Allgemeinuntersuchung 35,00 bis 60,00 Euro
Hundesteuer pro Jahr: (Ersthund) bis zu 40,00 oder 160,00 Euro
Haftpflichtversicherung pro Jahr: 60,00 Euro
Sicherheitsequipment: 10,00 bis 30,00 Euro (sicher bei Dunkelheit), 30,00 bis 120,00 Euro (Auto), 300,00 bis 600,00 Euro (GPS), 250,00 bis 800,00 Euro (Weste)

 (Quelle: VDH-Züchter)

Herkunft der Welpen

Vom Züchter?Aus dem Ausland?  Ohne Papiere? Es gibt viele Möglichkeiten, an einen Hund zu kommen und jeder zukünftige Hundehalter sollte sich genau überlegen, für welche Herkunft er sich entscheidet. Du mußt wissen, dass ein Hunde ohne Papiere meist nicht zu den jagdlichen Prüfungen zu gelassen wird und ohne brauchbaren Jagdhund kannst Du nicht an den Jagden teilnehmen.

Vorsicht vor Dumpingpreisen

Skepsis ist angebracht, wenn Hunde zu Dumpingpreisen angeboten werden. Für 250 oder 350 Euro pro Welpe kann kein seriöser Züchter die Kosten für die Aufzucht decken. Selbst für 500 Euro ist das schwer. Wenn Hunde so günstig angeboten werden, hat das meistens einen tragischen Hintergrund: Katastrophale Aufzuchtbedingungen in Hinterhöfen, Kellern oder umgebauten Scheunen sind hinlänglich bekannt. Massenzuchten, in denen Hündinnen als Gebärmaschinen missbraucht und nach wenigen Jahren entsorgt werden. Welpen, die gesetzeswidrig bereits im Alter von fünf oder sechs Wochen von der Mutter getrennt werden. Keine Entwurmungen und Impfungen, dafür aber gefälschte Impfausweise und fragwürdige Gesundheitszeugnisse erhalten. Die Welpen leiden oft sogar an ansteckenden Krankheiten, die in den Massezuchten kursieren. Auf der Strecke bleiben die frühe Sozialisation und die Gewöhung an ganz normale Umweltreize. Die vermeintliche günstige Anschaffung des Rassehundes verkehrt sich ins Gegenteil. Der junge Hund kostet innerhalb des ersten Lebensjahres ein Vielfaches seines Kaufpreises an Tierarztkosten. Das schmerzt sehr, denn schließlich hat man den gepeinigten Vierbeiner mittlerweile lieb gewonnen. Gut, dass er nun in guten Händen lebt, magst Du Dir sagen, vordergründig ist das so. Tatsächlich aber unterstützt jeder Kauf eines aus unseriösen Hundehandel stammenden Hundes das skrupellose Geschäft von Vermehrern, die vom Mitleid ihrer Käufer bestens leben. Umso besser der Profit mit der Billig-Ware Hund läuft, desto öfter müssen die Gebärmaschinen ran. Solange die Tierschutzgesetze in diesem Bereich nicht effektiv greifen, ist die einzige Möglichkeit, diesem hundefeinldichen Treiben entgegenzuwirken, keinen Hund zu kaufen. Auch wenn es schwer fällt. Es gibt sinnvollere Möglichkeiten, etwas Gutes für Hunde zu tun, denen es schlecht geht, und die nicht aktiv für eine rege Nachproduktion sorgen.

Ein Blick ins Tierheim

Wer ein gutes Werk tun will, entscheidet sich für einen Hund aus dem Tierheim oder einer Notfallvermittlung der Zuchtverbände. Aber nur dann, wenn Du dieser Aufgabe auch gewachsen bist. Das bedeutet, mit eventuell auftretenden Verhaltensauffälligkeiten wie Angst, Angstaggression, Verlustangst, Unsauberkeit und einem extremen Freiheitsdrang dauerhaft umgehen zu können. Die Hunde haben eine Vorgeschichte und hierauf musst Du Dich als neuer Besitzer einstellen.

Verantwortungsvolle Züchter

Der verantwortungsvolle Züchter muss von Dir gesucht werden, wenn Du ein möglichst geringes Problemrisiko wünschst. Bei der Überprüfung der Qualität ist genaues Nachfragen und ein angemeldeter Besuch völlig legitim. Ein seriöser Züchter gibt ehrlich Auskunft über seine Zuchterfahrung und öffnet ernsthaften Interessenten gerne die Tür. Und wenn alle Punkte der nebenstehenden Checkliste mit einem Häkchen versehen sind, ist die Welpensuche auf jeden Fall viel-versprechend. Dass kein Züchter eine Garantie auf seine Hunde geben kann, ist klar. Doch zumindest versucht der seriöse Züchter gute Voraussetzungen für den Wurf zu schaffen.

Checkliste Zuchtstätte

  1. Die Zuchthündin zeigt bei der Arbeit ihre guten jagdlichen Anlagen und den Gehorsam.
  2. Die Zuchthündin macht einen gesunden und zufriedenen Eindruck.
  3. Die Welpen sind gesund, munter, aufgeschlossen und angstfrei.
  4. Die Zuchtstätte ist sauber und gepflegt.
  5. Die Hunde haben Familienanschluss, Auslaufmöglichkeiten und eigene Bereiche.
  6. Der Züchter informiert sich, ob der Interessent die Voraussetzungen für die Haltung eines Hundes hat.
  7. Der Züchter gehört zu einem Zuchtverband, dem Gesundheit und Wesen der Hunde wichtig sind und der die Umsetzung dieser Ziele auch kontrolliert.
  8. Der Züchter gibt bereitwillig Antwort auf alle Fragen.
  9. Der Züchter hat ein VDH-Gütesiegel- als Zeichen kontrollierter züchterischer Qualität.
  10. Der Züchter schließt mit dem Interessenten einen juristisch korrekten Kaufvertrag.

(Quelle: VDH-Welpenratgeber)

Deutsch Langhaar Zwinger "vom heißen Acker"

Kaufvertrag

Züchterin/Verkäuferin:

Käufer/in:

Die Züchterin verkauft  dem/der Käufer/in die/den Deutsch Langhaar-Hündin/Rüden

Name:
Wurftag:
Farbe/Abzeichen:
Zuchtbuch-Nr.:
Mikrochip-ID:

zum Preis von …………… €.
Der Kaufpreis ist in Form einer Anzahlung (per Überweisung) in Höhe von...... bei Mitteilung der Kaufabsicht sowie einer Restzahlung in bar in Höhe von........ bei Übergabe und Übereignung des Hundes fällig.
Der Hund bleibt bis zur vollständigen Begleichung des Kaufpreises Eigentum der Züchterin.
Die Verkäuferin erklärt, dass der Hund in ihrem Eigentum steht und frei von Rechten Dritter ist.
Der/die Käufer/in übergibt bei Abholung des Hundes einen weiteren Betrag in Höhe von 150,00€, mit der Maßgabe, dass er/sie den Betrag von der Züchterin  zurückbezahlt erhält, wenn er/sie mit dem vorstehend benannten Hund an der die VJP und der HZP des Rassehundevereins teilgenommen hat.
Die  Züchterin zahlt den Betrag an den/die Käuferin innerhalb von zwei Wochen nach Vorlage der Teilnahmebescheinigung an der VJP und HZP in bar oder per Überweisung zurück.
Der/die Käufer/in übergibt einen weiteren Betrag in Höhe von 150,00€, mit der Maßgabe, dass er/sie den Betrag von der Züchterin zurückbezahlt erhält, wenn er/sie an dem vorstehend benannten Hund die Röntgenuntersuchung  HD-ED und OCD durch den vom Deutsch Langhaar Verband benannten Prüfer hat durchführen lassen.
Der Betrag wird von der Züchterin ebenfalls zwei Wochen nach Vorlage des durch den Prüfarzt entsprechend bestätigten Formulars über die Röntgenuntersuchung in bar oder per Überweisung an den/die Käufer/in zurückerstattet.
Zur Absicherung des/der Käufer/in verpflichtet sich die Züchterin den Betrag in Höhe von insgesamt 300,00€ auf einem separaten Konto (Sparbuch) zu verwahren.  
Der/die Käufer/in hatte vor der Übergabe Gelegenheit, den Hund eingehend in Augenschein zu nehmen und auf sichtbare Fehler zu überprüfen. Dabei wurde von dem/der Käufer/in folgendes festgestellt.
________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________

Die Züchterin erklärt, dass ihr zum Zeitpunkt der Übergabe des Hundes keinerlei Krankheiten oder sonstige Mängel des Tieres bekannt sind, die einen Mängelhaftungsanspruch des/der Käufer/in gemäß  § 437 BGB begründen könnten.
bzw.: es sind  folgende Mängel bekannt:
__________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________

Die  Züchterin hat den/die Käufer/in darauf hingewiesen. Der/die Käufer/in erklärt, dass er/sie hiervon vor Vertragsabschluss Kenntnis erlangt hat.
Gewährleistungsansprüche und Mängelhaftungsansprüche sind für leichte und grobe Fahrlässigkeit, mit Ausnahme von Vorsatz, ausgeschlossen.
Dieser Ausschluss gilt nicht für den Fall, dass die Züchterin eventuelle Mängel oder Krankheiten des Hundes arglistig verschwiegen hat. Schadensersatzansprüche im Sinne des § 437 Nr. 3 BGB sind ausgeschlossen.   
Die  Züchterin versichert, dass
sie Mitglied in dem Deutsch Langhaar Verband, Regionalverein  "Süddeutscher Club Deutsch Langhaar e.V." ist, der seinerseits Mitglied im JGHV, dieser im VDH und dieser bei der FCI ist,
der Hund aus einem Wurf stammt, der unter der Einhaltung der Zuchtordnung des Deutsch Langhaar Verbandes gezüchtet worden ist,
der Hund mehrfach entwurmt wurde,
der Hund am …………. tierärztlich untersucht, geimpft, ein Mikrochip implantiert, sowie ein Heimtierausweis ausgestellt wurde.
Ferner wurde eine Blutprobe entnommen und an die Tierärztliche Hochschule Hannover verschickt.
Am gleichen Tag erfolgte die Wurfabnahme durch den zuständigen Zuchtwart des "Süddeutschen Club Deutsch Langhaar e.V."

Der/die Käufer/in versichert, dass
er/sie den Hund nicht für eine dritte Person oder im Auftrag einer dritten Person erwirbt,
er/sie den Hund zu Zuchtzwecken keinem anderen Verband außer dem Deutsch Langhaar Verband zur Verfügung stellt oder selbst mit dem Hund außerhalb des Deutsch Langhaar Verbandes züchtet,
der Hund im Haus oder einem geeigneten und den Tierschutzvorschriften entsprechenden Zwinger mit Freilauf leben wird,
er/sie die nötigen Kenntnisse über Ernährung, Erziehung und Haltung des vorgenannten Hundes hat.
er/sie im Besitz eines gültigen Jagdscheines ist.
Der/die Käufer/in verpflichtet sich, der Züchterin für den Fall des Weiterverkaufes des Hundes, ein Vorkaufsrecht einzuräumen. In diesem Fall liegt der Kaufpreis des Hundes bei …………  €.
Die Erklärung der Züchterin zur Rücknahme des Hundes hat innerhalb von zwei Wochen nach Mitteilung der Verkaufsabsicht durch den/die Käufer/in zu erfolgen.
Die Züchterin klärt den/die Käufer/in über die Wichtigkeit der Durchführung der Teilnahme an den jagdlichen Prüfungen, insbesondere VJP und HZP sowie der zwingenden Durchführung der HD-ED und OCD- Röntgenuntersuchung zur Beständigkeit der Zucht auf.   

Übergabetermin ist der:

Zusammen mit dem Hund erhält der/die Käufer/in folgendes Zubehör:
Original der Ahnentafel
Heimtierausweis
Welpenfutter für die schrittweise Umstellung auf das Folgeprodukt, wobei die Züchterin die Welpenprodukte der Marke "Royal Canin"/später "Bellfor" empfiehlt.

Die Verkäuferin bestätigt durch ihre Unterschrift, dass sie den Kaufpreis in Höhe von……....€ (Anzahlung und Restzahlung) und die „Prüfungs/Untersuchungskautionszahlungen“ in Höhe von jeweils zweimal 150,00€ insgesamt 300,00€ erhalten hat.
Der/Die Käufer/in bestätigt durch seine/ihre Unterschrift, dass ihm/ihr der Hund inklusive des oben genannten Zubehörs, übergeben worden ist.
Jeder Vertragspartner hat eine Ausfertigung des Kaufvertrages erhalten.

Bessenbach, den _____________

______________________
Unterschrift Verkäuferin

______________________
Unterschrift Käufer/in   

Welpengesundheit

Impfungen für Welpen

Hundewelpen sind kleine Entdecker. Sie tollen herum, beschnüffeln alles und jden und kommen so natürlich mit Keimen in Berührung. Das ist nicht zwangsläufig schädlich, sondern trainiert das Immunsystem. Es gibt allerdings Krankheiten vor denen die jungen Entdecker vorab geschützt werden sollten, weil die Erreger eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit darstellen. unter Umständen auch für die gesamte Hundepopulation. Zu diesem Zweck gibt es Impfungen. Sie sind das medizinisch wirkungsvollste Schutzinstrument gegen bösartige Bakterien und Viren, bei gleichzeitig geringem Nebenwirkungsrisiko. Den Grundstein für ein gesundes Hundeleben legt die sogenannte Grundimmunisierung. Sie besteht in einigen Fällen aus drei Einzelimpfungen in der 8.,12. und der 16. Lebenswoche und wird durch eine weitere Impfung im 15. Lebensmonat abgeschlossen. Zu den Krankheiten, vor denen laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinär (StIKo Vet.) jeder Hund zu jedem Zeitpunkt geschützt sein sollte, gehören Parvovirose, Leptospirose, Staupe, und Hepetitis contagiosa canis (HCC) und Tollwut. Und für Hunde, die sich viel in der freien Natur aufhalten und daher Zecken ausgeliefert sind, wird ab der 12.Woche zusätzlich die Borreliose-Impfung empfohlen.

Schema für Imfpungen gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten

Alter des Welpen           Impfungen gegen

8.   Lebenswoche           Hepatitis contagiosa canis (HCC), Leptospirose, Parvovirose, Staupe

12. Lebenswoche            HCC, Leptospirose, Parvovirose, Stupe, Tollwut

16. Lebenswoche            HCC, Parvovirose, Staupe, Tollwut

15. Lebensmonat            HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut

 

Impfungen schützen nicht nur Deinen Hund vor schlimmen, möglicherweise tödlich verlaufenden Krankheiten, sondern verhindern durch den flächendeckenden Einsatz Epidemien in der Hundepopulation. Aber auch für Deine eigene Gesundheit sind Hundeimpfungen wichtig. Denn Krankheiten wie Leptospirose oder Tollwur können auf Menschen übertragen werden.  

 

Parasiten bei Welpen

Ein Hund bereichert das Leben außerordentlich. Damit die Freuden eines gemeinsamen Lebens lange anhalten, muss sich jeder Tierhalter auch nit den unangenehmen Themen beschäftigen. Denn Hunde sind beliebte Wirtstiere für Parasiten. Vor allem Zecken, Flöhe und Würmer rücken kleinen Vierbeinern zu Leibe. Die Schmarotzer sind nicht nur lästig, sondern stellen ein bedeutendes Risiko für die Welpengesundheit dar - manchmal auch für den Menschen. Parasitenbekämpfung ist daher ein Muss für jeden Hundefreund.

Zecken übertragen beim Blutsauen gefährliche Krankheiten. In etwas jeder dritten Zecke befinden sich Borrelien - Bakterien, die eine Borreliose auslösen können. Auch Anaplasmose und Babesiose Erreger können von der Zecke in den Vierbeiner gelangen. Deshalb taten Tiermediziner meist zu drei Maßnahmen: Suche Deinen Welpen nach dem Aufenthalt im Freien nach Zecken ab und entferne die Blutsauger rasch. Verwende ein geeignetes Zeckenmittel und wende es regelmäßig an. Zu den häufigsten Mitteln gehören Spot-ons, Halsbänder und Kautabletten. Die meisten Präperate schützen zugleich vor anderen Parasiten. Lass Deinen Hund gegen Borreliose impfen, wenn dafür ein Risiko besteht. Welpen können ab der 12. Lebenswoche gimpft werden.

Flöhe führen nicht nur zu Juckreiz, sondern können auch Allergien und Hauterkrankungen auslösen. Wenn sich Dein Welpe häufiger als sonst kratzt, kann ein Flohbefall schuld daran sein. Fallen beim Bürsten weiße Eier oder schwarz-braune Krümel aus dem Fell, die sich beim Verreiben auf einem feuchten weißen Tuch rötlich färben, hast Du den Beweis auf der Hand. Wenn Du ein Antiparasitikum ganzjährig anwendest, solltest Du einen Befall grundsätzlich ausschließen.

Würmer leben im Körperinnern. Besonders häufig sind Welpen von Spulwürmern befallen. Denn ruhende Larven im Gewebe der Hundemutter werden durch die Trächtigkeit reaktiviert und infizieren die kleinen Welpen im Mutterleib oder über die Muttermilch. Weil Würmer dem Körpfer unter anderem wichtige Nährstoffe entziehen, können sie die Entwicklung junger Hunde erheblich beeinträchtigen. Welpen haben- wie andere Jungtiere oder Kinder - noch kein fertig ausgebildetes Immunsystem und sind daher besonders anfällig für Parasiten. Entwurmungen snd deshalb besonders wichtig. 

Giardien befallen den Welpen häufig und Du merkst es oft recht spät. So solltest Du bei der regelmäßigen Kotuntersuchung auch immer den Befund auf die Giardien erstecken. www.parasitenportal.de

(Quelle: VDH-Welpenratgeber)

         

Der große Tag

Dein Hund zieht ein und die Emotionen steigen. Doch jetzt heißt es kühlen Kopf bewahren, damit die Eingewöhnung gut verläuft.

Ankunft im neuen Heim

Welpen, die mitten in der Sozialisierungsphase stecken, sind ein Full-Time-Job. Vor allem dann, wenn es fünf, acht oder sogar noch mehr sind. Sie alle zu beschäftigen und optimal an ihre Umwelt zu gewöhnen, fällt schwer. Ein guter Zeitpunkt also, die kleinen Draufgänger in ihr neues Zuhause zu entlassen, wo jeder von ihnen all die Zeit und Aufmerksamkeit erhält, die er braucht. Laut Tierschutzverordnung ist der früheste Zeitpunkt der Abgabe die vollendete 8. Lebenswoche. Und tatsächlich sind Welpen oft schon reif für den Aufbruch in ein neues Leben. Die meisten Welpen ernähren sich seit der sechsten Lebenswoche auch ohne Mutters unerschöpfliche Milchbar. Die aufopfernde  Zuwendung der Hündin wandelt sich bis zum Beginn der neunten Lebenswoche in ein zunehmend harsches Verhalten. Die Kleinen brauchen jetzt ihre ganze Autorität, um Grenzen zu erlernen. Und genau an diesem Punkt springst Du als der neue Besitzer ein. Du mußt fortsetzen, was in den ersten Wochen beim Züchter begann. In der Regel gewöhnen sich die Welpen problemlos innerhalb weniger Tage an ihr neues Zuhause. Vorausgesetzt, sie spüren Zuneigung und Geborgenheit. Darüber hinaus gibt es Dinge, die in keinem Welpenhaushalt fehlen dürfen.  

 

 

Hier die wichtigsten - von der Abholung bis zur Ankunft - in Check zusammengefasst:

Checkliste "Der erste Tag"

Transportbox mit Decke für die Abholung vom Züchter (vorausschauende Züchter gewöhnen ihre Welpen vorab spielerisch an den Aufenthalt in der Box)

eine Rolle Küchenpapier für mögliche Zwischenfälle

verstellbares Halsband Halsband (am besten kostengünstiges Nylon) mit passender Leine

Futter - und Wassernapf

Nahrung, die der Welpe gewöhnt ist (wird vom Züchter gestellt)

Hundedecke oder - Hundebett

Welpenspielzeug

weiche Bürste für die Gewöhnung an die Fellpflege

ein Objekt aus dem Welpenhaushalt im neuen Heim platziert; z.B. ein Liegekissen, das vorher beim Züchter abgegeben wurde. Der vertraute Geruch beruhigt den Welpen

 

(Quelle: VDH- Welpenratgeber) 

 

 

 

Welpengruppen

Eine Welpengruppe ist die nächste wichtige Station im Leben eines Hundes, um Sozialverhalten mit Artgenossen zu lernen. In einer Welpengruppe geht es um Kontakte zu gleichaltrigen Hunden und um Erfahrungswerte, von denen Hund und Halter später jahrelang profitieren. Allerdings nur dann, wenn die Leitung der Welpengruppe in erfahrenen Händen liegt. Das heißt: ein Hundetrainer pro Gruppe mit maximal sechs Welpen. Er achtet darauf, dass die Weplen annähernd gleich alt sind und auch konstitutionell zu einander passen. Mobbing innerhalb der Gruppe läßt er nicht zu. Stattdessen legt er Wert auf ein ausgewogenes Spiel. Natürlich bezieht er die Besitzer der Hunde mit ins Training ein, weil sie in dieser Phase oft ebenso viel lernen müssen, wie der Vierbeiner. Es ist ratsam, eine Welpengruppe auszuwählen, die Hunde unterschiedlicher Rassen betreut. Auf Artgenossen der eigenen Rasse ist der Welpe sozialisiert. Jetzt muss er gleichaltrige Hunde verschiedenster Typen kennenlernen, die nicht nur anders aussehen, sondern sich auch anders verhalten. Kontakt zu älteren Hunden kann keine Welpengruppe ersetzen. Die für die aktuelle Entwicklungsphase wichtigen Erfahrungen können nur mit Hunden gleichen Alters gesammelt werden. Fehlen sie, können später Verhaltensprobleme auftreten. 

Die Örtlichkeit

Abgesehen von der gut durchdachten Zusammensetzung der Gruppe ist der Ort wichtig, an dem die Welpen spielen dürfen. Das Klassenzimmer der Welpen ist im Idealfall ein abgesicherter Bereich der Umweltreize und Herausforderungen bietet. Variierende Untergründe, ein Becken voller kunterbunter Bälle, ein Slalompfad aus aufgehängten, klappernden Blechdosen, ein Agilitytunnel, raschelnde Flatterbänder, Knisterfolien ...... umso einfallsreicher der Trainingsparcour ist, desto mehr lernen die Welpen. diese Reize sollten wohl dosiert angeboten werden, um eine Überforderung der Welpen zu vermeiden. Auch der Erstkontakt zu Kühen, Pferden, Schafen und anderen Tieren kann gemeinsam gemeistert werden. Auch werden erste Schleppen gelegt und an der Reizangel geübt. Um eine gute Gruppe zu finden, empfiehlt es sich, ohne Hund einmal zum Zuschauen vorbei zu fahren. Weitere Informationen gibt es unter https://www.vereinshunde.de

 

Mythos Impfung

Es ist nicht richtig, dass Welpen aufgrund des Impfschutzes erst ab der zwölften Woche eine Welpengruppe besuchen können. Moderne Impfstoffe ermöglichen, dass sie sofort nach der Beitzübernahme hinaus dürfen.         

Checkliste Welpengruppe

die Welpen sind in etwa gleich alt

jeweils ein Trainer für maximal sechs Hund-Halter-Teams

der Tainer kann nachweisen, dass er sich regelmäßig fortbildet

es herrscht ein freundlicher Umgangston

der Hundehalter fühlt sich wohl

der Kurs findet auf einem abgesicherten Gelände statt

das Gelände bietet Abwechslung (z.B. wechselnde Untergründe, Tunnel)

der Kursleiter achtet auf ein ausgewogenes Spiel

der Hundehalter wird mit einbezogen

der Trainer gibt Erziehungstipps

gezielte Ausflüge in die Umgebung finden statt

Wasserkontakt wird mit angeboten

das Vorlegen des Impfausweises ist Pflicht

 

 (Quelle: VDH -Welpenratgeber)