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Jagd / Rasse - Deutsch Langhaar Zwinger "vom heißen Acker"

Geschichte


Vom heißen Acker - Jagd / Rasse - Deutsch Langhaar Zwinger

Im langhaarigen Jagdhund  ist das Blut der Vogel-, Habichts-, Wasserhunde und der Bracken vereint und somit die Anlagen zu großer Vielseitgkeit. Ab dem Jahr 1879 wurde Reinzucht betrieben und die wesentlichen Rassemerkmale festgelegt. Im Jahr 1897 stellte Freiherr vom Schorlemer die ersten Rassekennzeichen auf und legte den Grundstein für die heutige Reinzucht. Nach Freiher von Schorlemer ist die Zuchtauslese Prüfung, die Schorlemer Herbstzuchtprüfung, die jedes Jahr im Oktober auf Bundesebene stattfindet, benannt worden.

Beschreibung

Der Deutsch Langhaar - auch als alter Försterhund oder Mädchen für alles bekannt - ist ein kräftiger, muskulöser und zugleich eleganter Hund mit harmonischen Körperformen.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Deutsch Langhaar ist kräftig, muskulös, tiefgestellt mit flüssigen Linien.

Charakter und Wesen

Der Deutsch Langhaar ist durch und durch ein Jagdhund. In der Hand eines kundigen Führers ist der Deutsch Langhaar ein perfekter Helfer bei der Jagd und im Zweitjob auch ein sehr guter Familienhund. Das darf aber nicht falsch verstanden werden. Denn der Deutsch Langhaar ist ein ausgesprochener Arbeitshund. Der Deutsch Langhaar hat den starken Drang und den Willen zur Arbeit. Der Deutsch Langhaar ist daher kein Anfängerhund und auch kein Hund für Menschen, die nicht intensiv mit ihm arbeiten wollen oder können.

In der jadglichen Praxis wird der Deutsch Langhaar wegen seiner ausgesprochenen Ruhe besonders gelobt. Er ist ein führiger, nervenfester Hund mit ruhigem, ausgeglichenem Wesen. Dabei ist er ein sanftmütiger, friedlicher Freund mit hoher Reizschwelle. Der Deutsch Langhaar braucht aber eine konsequente, fachkundige, einfühlsame Erziehung, um seine hohe Intelligenz, wachen Sinne und seine ausgeprägte Leistungsbereitschaft in die richtigen Bahnen zu lenken. Ein solches wesensgerechtes Umfeld vorausgesetzt, ist der Deutsch Langhaar ein toller Freund der Kinder, ein zuverlässiger Begleiter der Familie auch außerhalb der jadglichen Arbeit und in jedem Fall ein herrliches Erleben der Partnerschaft von Mensch und Hund.

Erziehung

Ein Deutsch Langhaar sollte unbedingt aus einer anerkannten Zucht des Langhaar-Verbandes stammen, wo schon die Elterntiere und die Welpen von der Wurfkiste an für ihre Aufgaben sozialisiert wurden. Es ist zwingend notwendig, den Welpen jagdlich fachkundig auszubilden und arbeiten zu lassen.
Pflege und Gesundheit:
Die Pflege ist anspruchslos, regelmäßig das Fell durchbürsten, Krallen schneiden, Ohren säubern, Zähne kontrollieren und regelmäßig entwurmen reicht aus.
Rassetypische Krankheiten:
Es kann hin und wieder eine Hüftgelenksdysplasie auftreten, bisweilen fehlen Zähne, wie P1 u.a.

Ernährung

Die  Ernährung des Deutsch Langhaar ist in der Regel völlig unproblematisch.
Lebenserwartung:
Obwohl der Deutsch Langhaar ein relativ großer Hund ist, liegt seine Lebenserwartung bei 12-15 Jahren bei bester Konstitution, je nach jagdlichem Einsatz und Haltung.
Standard (VDH)
Standardnummer 117,
Widerristhöhe Rüden 63-66cm, Hündinnen: 60-63 cm, Idealgewicht 30 kg, Verwendung : vielseitiger Jagdgebrauchshund, FCI-Gruppe 7, Vorstehhunde, Sektion 1.2 Kontinentale Vorstehhunde, Typ Spaniel, mit Arbeitsprüfung.

Die Jagd

Die Jagd gehört zu den ursprünglichsten Tätigkeiten in der Menschheitsgeschichte und ist älter als der anatomisch moderne Mensch selbst. 1,7 Millionen Jahre bis in die Zeit um 10.000 v. Chr. - und in Teilen darüber hinaus - lebte nahezu die gesamte Menschheit als Jäger und Sammler. Die Jagd ermöglichte durch die mit ihr verbundene Notwendigkeit zur Spezialisierung, Arbeitsteilung und Vorausplanung der Jäger etwabei der Produktion von Werkzeugen und Jagdwaffen bedeutende Schritte in der Evolution des Menschen. Die gemeinsam durchgeführte Jagd förderte die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten und bildete eine der Grundlagen der menschlichen Kultur.

Im Bewusstsein der heutigen Jägerschaft nimmt der ethische Grundgedanke des waid- und tierschutzgerechten Jagens einen hohen Stellenwert ein. Der Hund gilt als unentbehrlicher Helfer bei der Suche nach angeschossenem oder verunfalltem Wild (" Nachsuche"). Von vielen Jägern vertreten, spiegelt sich das Motto " Jagd ohne Hund ist Schund!" in den folgenden Zeilen von Alexander Schmook wider:

"Wer will zu den Jägern zählen, lässt kein Wild zu Tode sich quälen, jagt allein nicht durch die Weite, führt den guten Hund zur Seite!"

Die immer selbstverständlicher werdende Einstellung der Jäger, sich zur Führung eines guten Jagdhundes zu verpflichten, fand schließlich eine gesetzliche Verankerung. Jagdformen wie die Treib-, Such- und Drückjagd sowie Nachsuchen dürfen nur noch mit " brauchbaren", geprüften Hunden durchgeführt werden.

Als Dachvereinigung für das deutsche Jagdgebrauchshundewesen trägt dabei der Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) durch die Organisation von Prüfungen, Zucht und Ausbildungstätigkeit maßgeblich zur Versorgung der Jägerschaft mit brauchbaren Jagdhunden bei.

Quelle: wikipedia